DER MARKT DER ERNEUBAREN ENERGIEN IN ITALIEN
In der heutigen Weltwirtschaftskrise ist die sogenannte „green economy" einer der wenigen Sektoren, die stark und stetig ansteigen.
In Europa kann sich Italien mit viel Sonne und Wind und einer noch attraktiven Förderung brüsten. In den letzten zwei Jahren hat es, vor allem dank des Inkrafttretens des zweiten und dritten Energiekontos, einen wahren Sonnenenergie-„Boom" gegeben. Nach Monaten heftiger Debatten wurde der Förderrahmen durch das im März 2011 veröffentlichte Dekret zur Förderung der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen (das so genannte Romani-Dekret) global neu entworfen, bis zur Verabschiedung des vierten Energiekontos, das, aufgrund der darin vorgesehenen Beihilfereduzierungen, von den Betreibern mit einer gewissen Besorgnis begrüßt wurde.
Der Windkraft-Markt, der im Vergleich zum Photovoltaik-Markt „reifer" ist, hat diese Wachstumstendenz bestätigt. Im Gegensatz dazu hat Wasserkraft, vor allem auch im Rahmen der Umstrukturierungen und Leistungssteigerung der schon bestehenden Anlagen, einen Rückgang verzeichnet. Auch der Biomasse-Markt ist vielversprechend.
In diesen Jahren haben die staatlichen Institutionen die Erweiterung der green technologies erheblich unterstützt: die Regierungen der letzten Parlamente haben das eindrucksvolle Ziel gesetzt, binnen 10 Jahren 17 % Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen.
Selbstverständlich ist eine Reihe von günstigen Bedingungen, auch auf gesetzlicher Ebene, erforderlich, damit Italien weiterhin Investitionen auf dem Energiemarkt anziehen kann. Angesichts der für Investitionsrenditen erforderlichen Zeit ist es unerlässlich, dass der gesetzliche Rahmen eine gewisse Verlässlichkeit und Kontinuität in Zukunft garantiert, und dies auch und vor allem bezüglich der Tarife im Rahmen des Energiekontos und des zur Zeit gültigen Systems der grünen Zertifikate.
Herausgegeben von: Rödl & Partner
Aktualisiert am: 27-5-2011
















