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Die Finanzierung der Energieinfrastruktur aus erneuerbaren Energiequellen

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DIE FINANZIERUNG DER ENERGIEINFRASTRUKTUR AUS ERNEUBAREN ENERGIEQUELLEN

Im Allgemeinen geht jeder Investitionsentscheidung auf dem Markt eneuerbarer Energien eine Studie voran, die die Risiken und Projekterträge bewertet und besonderes Augenmerk einerseits auf die geschäftlichen, technologischen und operativen Risiken und andererseits auf die Finanzierungsmethoden, Projektkosten und erwarteten Gewinnflüsse richtet.
Wird die Erstellung einer Anlage zur Energieerzeugung über project financing finanziert, so untersuchen die Finanzierungsbanken die technischen, rechtlichen und geschäftlichen Risiken des zu finanzierenden Projekts, um Finanzierungskosten, Zinssatzes auf den rückzahlbaren Betrag sowie die juristischen und finanziellen Mittel zur Reduzierung der Risiken zu berechnen.

Das Projekt gilt als finanzierbar, wenn es einen befriedigenden Internal Rate of Return (auch „IRR", interne Zinsfuß-Methode) auf das investierte Kapital aufweist. Zur Berechnung des IRR werden einerseits die Kosten für Erstellung, Wartung und Führung der Anlage sowie alle mit dem Projekt verbundenen Translationskosten und andererseits die erwarteten Cashflows berücksichtigt. Diese Daten dienen der Erstellung von Berichten über die finanzielle Abdeckung des Projekts und ermitteln das Verhältnis zwischen der Rückzahlungsrate der Finanzierung und der Ertragsbeträge aus dem Betrieb der Anlage und der Produktion und Einspeisung in das Stromnetz. Bei einem ausgeglichenen Verhältnis gilt das Projekt als „bankfähig" bzw. „finanziell tragbar".
Folglich zielt bei der Erstellung oder beim Erwerb von Anlagen für die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen die Nachhaltigkeitsanalyse des Projekts nicht so sehr auf eine Überprüfung der Kreditfähigkeit des Unternehmens im Besitz der Energie-Infrastruktur ab, sondern auf die Bewertung der Eignung des Projekts für die Rückzahlung der Schulden und der korrekten Aufteilung unter den verschiedenen Sponsoren der Iniziative der damit verbundenen Unternehmensrisiken über ein Netz von Verträgen und einem angemessenem Garantiesystem.


Herausgegeben von: Rödl & Partner
Aktualisiert am: 27-5-2011